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Bartók - Konzert für Orchester | WDR Sinfonieorchester

  • "Konzert für Orchester" von Béla Bartók, gespielt vom WDR Sinfonieorchester unter der Leitung seines Chefdirigenten Cristian Măcelaru. Live aufgenommen am 15.11.2024 in der Kölner Philharmonie.
    Béla Bartók - Konzert für Orchester
    00:00:00 I. Introduzione
    00:10:52 II. Presentando le coppie
    00:17:16 III. Elegia. Andante non troppo
    00:24:54 IV. Intermezzo Iterrotto
    00:29:57 V. Finale. Pesante - Presto
    WDR Sinfonieorchester
    Cristian Măcelaru, Leitung
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    Werkeinführung:
    Anfang 1943 liegt der Komponist Béla Bartók in einem New Yorker Krankenhausbett und schaut zurück auf sein Leben. Er fühlte sich aufs Engste mit seiner Heimat Ungarn verbunden, hatte in unzähligen Wanderungen die dortige Volksmusik erforscht. Von diesen Klängen ist sein eigenes kompositorisches Werk in höchstem Maße geprägt. Und doch: Die politische Lage in Europa war ihm so verhasst, dass er sich 1940 schweren Herzens entschloss, in die USA zu emigrieren. Dort fühlte er sich fremd und entwurzelt. Auch seine Gesundheit machte Bartók zu Schaffen. Er litt an Fieberschüben, hervorgerufen durch eine Erkrankung an Leukämie. Im Mai 1943 erhält Bartók im Krankenhaus unerwarteten Besuch: Sergej Koussevitzky, seit 1924 Chefdirigent des Boston Symphony Orchestra, macht ihm den Vorschlag, ein Orchesterwerk für ihn zu komponieren. Der Scheck in Höhe von 1000 Dollar kommt für Bartók wie gerufen. Nachdem er sich einen Monat lang in einem Sanatorium in Saranac Lake erholt hat, macht er sich Mitte August an die Arbeit. Ihm schwebt ein virtuoses Werk vor – dem hohen Können des Boston Symphony Orchestra angemessen. In weniger als zwei Monaten hat er sein Konzert für Orchester vollendet – und damit so etwas wie sein Chef d’OEuvre für diese Besetzung. Die Uraufführung am 1. Dezember 1944 unter der Leitung von Koussevitzky ist nichts weniger als ein Triumph.
    Die fünf Sätze überschrieb Bartók mit italienischen Bezeichnungen. Im zweiten Satz ("Presentando le coppie", also "Präsentation der Paare") stellen sich die einzelnen Blasinstrumente jeweils zu zweit vor. Im "Intermezzo interrotto" ("unterbrochenes Zwischenspiel") lässt Bartók die leicht stolpernde Melodie immer wieder durch zwei Zitate stören: Einerseits erklingt als Mahnung an den in Europa wütenden Krieg eine Passage aus Dmitrij Schostakowitschs "Leningrader Sinfonie", andererseits das musikalisch damit eng verwandte Lied "Da geh ich zu Maxim" aus Franz Lehárs Operette "Die lustige Witwe". Mit dem wie im Traum anklingenden Lied "Ungarn, du bist schön" seines Landsmanns Zsigmond Vincze erinnert sich Bartók an bessere Zeiten.
    Text: Otto Hagedorn

    Category : ALLONE

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